Rezension zu „Tausend Monde“ von Sebastian Barry

Sebastian Barry und seine wundervolle Schreibe!!! Schon in „Tage ohne Ende“ habe ich diese Schreibe bewundern und lieben dürfen. Als ich hörte, dass ein neuer Barry kommt und dass darin Winona erzählt, das Indianermädchen, das Thomas McNulty und John Cole im wunderschönen „Tage ohne Ende“ adoptiert hatten, freute ich mich riesig. Und das Freuen war nicht umsonst. Was für eine wunderbare Fortsetzung! Dadurch, dass Winona hier erzählt, hat diese Fortsetzung/diese Geschichte einen anderen Klang als „Tage ohne Ende“, einen jüngeren Klang, aber auch einen Klang aus einer anderen Welt. Denn genau aus einer solchen stammt ja Winona, aus der sie leider brutal fortgerissen wurde, was man ihr natürlich anmerkt. Diesen fremden Klang zu erzeugen, ist Sebastian Barry wunderbar in meinen Augen gelungen.

Dennoch hat Winona glücklicherweise eine neue Bleibe gefunden, in der sie geliebt und beschützt wird. Dennoch fragt man sich bei der abenteuerlichen Geschichte, ob sie diesen Schutz überhaupt braucht. Ein wunderschönes, unterhaltendes und spannendes Buch! Und noch etwas möchte ich erwähnen, diese wunderschöne Sprache Sebastian Barry. Wie schon im vorigen Buch ist ihm diese perfekt gelungen. Und das Letzte, was ich zu diesem Buch schreiben möchte, „Tausend Monde“ ist ein wunderbares Plädoyer gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit, aber auch gegen die Feindlichkeit gegen andere Gesinnungen.

Dennoch würde ich mich freuen, mit jemandem reden/schreiben zu können, der dieses Buch gelesen hat. Das Ende war etwas eigenwillig und ich würde gern wissen, wie andere dieses Ende aufnehmen. …

Dennoch bekommt dieses Buch 5 volle Punkte von mir und ein herzliches Danke an den Autor für diese schöne Unterhaltung!!!

Natürlich ist damit wohl klar, dass mein Bücherregal Zuwachs aus der Feder von Sebastian Barry bekommt. Wen wunderts ?!?!


Hinterlasse einen Kommentar