Rezension zu „Herr Katō spielt Familie“ von Milena Michiko Flašar
In „Herr Katō spielt Familie“ steht ein unzufriedener Ruheständler in Tokio zentral, denn obwohl man sich für gewöhnlich nach der Rente sehnt, hat diese Rente auch ihre Tücken. Denn um diese Rentenzeit genießen zu können, sollte man sich ein sicheres Netz an Hobbys und einem intakten Umfeld aufgebaut haben. Ansonsten kann die meist heiß ersehnte Rente auch zur Falle werden. Und in diese depressive Falle gerät Herr Katō. Denn die Ehe ist abgekühlt und Herr Katō ist nicht in der Lage sein bisheriges Tun zu reflektieren. Der Zufall treibt ihm auf dem Friedhof die junge Frau Mie über den Weg, die in ihm Potenzial erkennt und ihm einen Job in ihrer Agentur Familie anbietet. Über diese Agentur Familie verändert sich langsam Herr Katōs Denken und schließlich auch sein Handeln, er begibt sich auf den richtigen Weg. Ein etwas langatmiges Buch, aber auch ein schönes Buch.
⭐⭐⭐
Rezension: © Booquinia
Unbezahlte Werbung, Coverbild des Buches: © Wagenbach
Gegenwartsliteratur
2018 bei Wagenbach herausgebracht
978-3-8031-3292-5
176 Seiten
