Rezension zu „Grünes Gold“ von Luca Ventura

Cirillo und Rizzi ermitteln wieder. Auf der schönen Insel Capri. Der vorherige von mir gelesene Fall hatte mir ja sehr gefallen. Und das ist auch hier wieder bei „Grünes Gold“ der Fall. Capri ist eine gelungene Kulisse, das muss ich definitiv sagen. Luca Ventura lässt seine beiden Kommissare in seinem Fall ermitteln, während dieser Ermittlungsarbeiten erfährt der geneigte Leser so einiges über dieses so oft gepriesene Capri. Jeder, der schon auf dieser Insel war, wird dies sicher mit großem Genuss und den dazu vorhandenen Bildern im Kopf lesen. Die Ermittler in ihrem Miteinander sind ebenso echt schön und vor allem recht liebenswert gelungen. Ich mag die beiden wirklich sehr. Der Fall um den Tod eines jungen Mannes, der im Sessellift auf dem Weg auf den Monte Solaro ums Leben kommt, entwickelt sich spannend und interessant. Nun ist dieser Roman kein spannungsgeladener Thriller, eher ein gemächlicher Kriminalfall, doch genau diese Gestaltungen liebe ich sehr. Ich mag das Knallige in Buchform nicht. Ab und zu einmal als Film gern. Dort passt das in meinen Augen. Aber als Buch, nein. Von daher bin ich mit den gezeichneten Fällen auf Capri sehr zufrieden. Die Landschaft ist echt gelungen, das Personal liebenswert und die Fälle kommen spannend und interessant gestrickt daher. Ich werde auch weiterhin zu Luca Ventura greifen, nicht ständig, nein, denn so viele Krimis lese ich nicht. Aber wenn mich die Lust auf einen Krimi überkommt, werde ich definitiv wieder zu Luca Ventura und seinen Capri-Krimis greifen. Mir gefallen sie sehr und wer es etwas langsam und ruhiger mag, ist hier bei Luca Ventura sehr gut aufgehoben. 

Was interessant ist, bei diesem Krimi war der Gang in meine Küche nicht so präsent. Was mich gefreut hat! Ich hatte beim letzten Krimi ja das Gefühl sofort etwas in der Küche zu zaubern bei den leckeren Rezepten der Mittelmeer-Küche, die beim letzten Buch so intensiv und geschmacksbildend geschildert wurden. Dies empfand ich hier in „Grünes Gold“ nicht so. Obwohl die italienische Küche ja auch Thema war. Vielleicht lag meine Empfindung beim letzten Buch ja auch einfach bei mir und irgendwelchen intensiven Gelüsten. 

⭐⭐⭐⭐


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