Rezension zu „Der Traum des Jaguars“ von Miguel Bonnefoy

Venezuela. Ein südamerikanisches Land. Und schon sehr früh für mich ein Sehnsuchtsort. Wie eigentlich ganz Südamerika. Schon aus diesem Grund favorisiere ich die Lateinamerikaner. Und bei diesem Buch hier, „Der Traum des Jaguars“ von Miguel Bonnefoy, habe ich diese Liebe zu den Lateinamerikanern gut spüren dürfen. Nun könnte man sich fragen, warum schreibt sie dies bei einem französischen Autor. Nun, Miguel Bonnefoy ist der Sohn einer Venezolanerin und eines Chilenen, wuchs in Venezuela auf und nun ja, meiner Meinung nach ist der Lateinamerikaner in seiner Schreibe spürbar, auch wenn Miguel Bonnefoy in Frankreich lebt.

Und „Der Traum des Jaguars“ ist schon ein Leckerbissen. Der Roman ist eine Familiensaga, aber halt nicht nur. Denn eigentlich bietet der Roman über diese Familiensaga richtig interessante Einblicke in die venezolanische Geschichte. Und dies empfand ich richtig gut gelungen. Von der traumhaften Schreibe Miguel Bonnefoys mal abgesehen. Denn auch diese empfand ich als sehr überzeugend und genau diese schillernd-bunte Schreibe machte den Roman zu einem Lesehighlight für mich. Ich freue mich schon auf das nächste Buch von Miguel Bonnefoy, es liegt schon bereit, ich möchte vorher nur noch ein mir selbst gestelltes Leseziel verwirklichen und dann geht es los mit einer weiteren Lesereise mit der Schreibkunst von Miguel Bonnefoy.

Nun ist aber diese Familiensaga nicht einfach nur eine Familiensaga, sie beruht auf realen Personen. Antonio Borjas Romero und auch Ana Maria Rodriguez gab es wirklich, sie sind die Großeltern von Miguel Bonnefoy, geschichtlich und menschlich schillernde Gestalten, deren Leben ihm von seiner Mutter erzählt wurde und deren Leben ihn dann zu diesem Roman führten. Reales Geschehen wurde in eine Fiktion überführt und dies geschah stimmig, bildgewaltig und sprachlich bunt und magisch-realistisch. Die karibische Welt von Maracaibo wird in diesem Buch glaubhaft dargestellt, damals zu Zeiten der Großeltern von Miguel eine provinziale Welt, der erst das Öl zu Ruhm und Bekanntheit verhilft, Blicke nach Caracas folgen, der Hauptstadt von Venezuela und damals und heute, kulturelles und politisches Zentrum des Landes. Und das Einfallstor in die gesamte Welt. Hier in dem Buch die Möglichkeit für Venezuela, der Tochter von Antonio und Ana Maria, ihren Weg nach Paris zu finden. Und schließlich Cristobal, Venezuelas Sohn und damit die dritte Generation der Familie, der in seiner schriftstellerischen Tätigkeit das Leben der Familie festhält.

Für mich war „Der Traum des Jaguars“ eine wunderbare Lesereise und wer die Lateinamerikaner so sehr liebt wie ich ist hiermit aufgefordert zu diesem Buch hier zu greifen. Denn „Der Traum des Jaguars“ war für mich eine Lesehighlight und ist eine Leseempfehlung an Euch. Unbedingt lesen!

⭐⭐⭐⭐⭐

Rezension: © Booquinia

Unbezahlte Werbung, Coverbild des Buches: © Eisele

Gegenwartsliteratur, Historischer Roman

2025 bei Eisele erschienen

Vielen Dank an @NetGalleyDeutschland und an den Eisele-Verlag für das mir zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar!

978-3-96161-266-6

288 Seiten


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