Der Deutsche Buchpreis. Die Longlist. Hier ist sie. Diese Longlist erscheint irgendwie besonders. Ich habe das Gefühl ich habe noch nie so viele Bücher in der Longlist gehabt, die mich interessieren. Die Auflistung hier zeigt meine persönliche Einstufung. Auf dem ersten Bild sind meine Favoriten. Das zweite Bild zeigt weitere für mich interessante Bücher. Auch das dritte Bild. Ich sag ja, eine sehr interessante Longlist. Nur auf dem letzten Bild sind zwei Bücher, die mich noch nicht so faszinieren, Pinocchio und Lieferdienste. Ich weiß nicht. Aber alle anderen Bücher klingen wirklich gut. Neugierig bin ich. Sehr! Nach meinem Beitrag zur Longlist auf Insta und FB wurde mir aber auf FB angeraten, doch Tomer Gardi und Giuliano Musio auch zu lesen. Nun denn. Dann also alle 20 Bücher. Dies nehme ich mir ja schon länger vor. Mal sehen ob es dieses Jahr funktioniert. Also. Longlist lesen!
Und für den besseren Überblick gibt es hier eine Auflistung der Bücher, eine Auflistung einer Kurzbeschreibung der Klappentexte.:
Shida Bazyar „Die Lücken“ (Kiepenheuer & Witsch)
-„Ein fiktiver Ort in Deutschland, mit seiner Geschichte, mit seinen Bewohnern, den alteingesessenen und den neu zugezogenen. Und ihr Miteinander, mit dem Vergangenen, dass in uns sitzt und mit dem Heute“
Helene Bukowski „Wer möchte nicht im Leben bleiben“ (claassen)
-„Ein Suizid im Jahre 1985 in Neubrandenburg. Eine junge Pianistin stirbt. Ein Blick auf das Warum. Ein Blick auf eine Erkrankung. Und damit ein Blick auf ein Vielleicht.“
Miriam Carbe „Unerwünschte Töchter“ (Hanser)
-„Margarethe, Marianne, Monika, Miriam. Vier Generationen Frauen aus dem Bildungsbürgertum von Dresden. Ihr Miteinander. Ein Gang in den Westen. Und eine unerwünschte Verbindung, mit einem unehelichen schwarzen Kind, die vierte Generation.“
Muri Darida „King Cobra“ (dtv)
-“ Eine Fahrt von D nach Ungarn. Und eine Suche. Rache oder Hinnehmen? Gewalt oder Pazifismus? Warum sind wir wie wir sind?!“
Alisha Gamish „Parasiti“ (Volant & Quist)
-„Rina, ihre Tante Valli und ihre Großmutter Lydia. Drei Generationen. Drei russlanddeutsche Frauen. Alte Muster durchbrechen. Emanzipation. Eigene Wertigkeiten erkennen und in einem neuen Land ankommen“
Franziska Gänsler „Orca“ (Kein & Aber)
-“ Cora und Olympia und Ariel. Drei junge Frauen. Die Suche nach sich selbst. Und die Suche nach einem Sinn. In der Pandemie. In unserem System. Mitmachen oder aufstehen. Und die Sache mit der Ehrlichkeit“
Tomer Gardi „Liefern“ (Tropen)
-„Essenslieferanten. Menschen oder menschliche Roboter. Sehen wir unsere Umgebung?! Hier wird sie aufgezeigt, in ihrer menschlichen Seite. Und gleichzeitig erfolgt ein Blick in die Weite der Welt“
Valeria Gordeev „Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle“ (S. Fischer)
-“ Ein Geschwisterpaar, Lada in Berlin und Konstantin in Moskau und ihr Patenonkel, ein Oligarch mit transhumanistischen Sichten, der beiden Ärger bringt.“
Elias Hirschl „Schleifen“ (Zsolnay)
-„Franziska Denk leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In Otto Mandl findet die junge Franziska ihren Seelenverwandten. Sie lernt, sich mit Wörtern aus toten Sprachen gegen ihr Leiden zu immunisieren. Die beiden entwickeln eine absolute Sprachbesessenheit und forschen fortan und bis an alle denkbaren Grenzen gemeinsam nach der perfekten Sprache.“
Svenja Leiber „Nelka“ (Suhrkamp)
-„Frauen und alte Lasten aus der Zeit des 2. Weltkriegs. Das Leben damit und der Versuch des Heilens“
Leh-Wei Liao „Glaszeit“ (Luchterhand)
-“ Eine Frau, eine junge Ärztin findet in Taipeh ihre Mutter wieder, die sie vor 18 Jahren in D zurückgelassen hat. Ein Neuanfang als Ärztin in Taipeh. Und Novana lernt in Taipeh Sihan kennen, eine Aktivistin. Sie fühlt sich zu ihr hingezogen. Eine Möglichkeit zur Nähe. Eine Heilung?“
Peggy Mädler „Selbstregulierung des Herzens“ (Galiani Berlin)
-„DDR. Ein reiches Ensemble an unterschiedlichen Figuren. Alle treffen sich in einem Dorf in der Nähe von Wandlitz, wo bald seltsame geheime Bautätigkeiten beginnen.“
Giuliano Musio „Aus anderem Holz“ (Luftschacht)
-„Eine Urne gibt ein Geheimnis preis: Der fünfundzwanzigjährige Pinò erfährt, dass sein Vater vor ihm schon einen anderen Sohn hatte. Als Pinò bewusst wird, dass er immer nur als Ersatz gedacht war, beginnt er die verschwiegene Vergangenheit seines Vaters zu erforschen. Doch dabei riskiert er, dass auch sein eigenes Geheimnis aufgedeckt wird. Die rätselhaften Merkmale seines Körpers drohen ihn zu verraten: Sein Bauchnabel fehlt, seine Stimme erzeugt keinen Widerhall, sein Atem hinterlässt in der Kälte keine Spur. Denn Pinò war nicht immer ein Mensch.“
Yade Yasemin Önder „Anti Müller“ (park x ullstein)
-“ Ein Blick auf den vermeintlich feministischen Kulturbetrieb, der nach wie vor den Männern die Regie überlässt. Über die Bühnen. Und über die Körper. Und lackierte Nägel, die dies ebenso ermöglichen. Ebenso ein Blick auf Beziehungen“
Lukas Rietzschel „Sanditz“ (dtv)
-„Sanditz , eine Kleinstadt am Rande der Republik, in der DDR. Ein Blick auf die Sanditzer Stadtbewohner und ein Panorama deutscher Geschichten – vom Ende der DDR bis zum isolierten Inseldasein während der Corona-Epidemie.“
Ingo Schulze „Das Wasser im August“ (S. Fischer)
-„Eingeladen zu einer Lesung aus seinem unfertigen Manuskript, fährt der Erzähler im Juni 2025 nach Mecklenburg, in jene seenreiche Landschaft, die er im Sommer 1979, von dem sein Lesungstext handelt, den »Norden« genannt hat. Eine unerwartete Begegnung scheint seine Novelle lebendig werden zu lassen, und wirft damit die Frage auf, was war und was wirklich ist. War er damals zu jung und zu unbeschwert für die große Liebe, und ist sie heute zu alt? Sind nur Illusionen und Utopien verloren gegangen oder auch Ansprüche und Hoffnungen, die einer Gegenwart fehlen, in der die alte Angst vor einem Krieg wieder real erscheint?“
Heinz Strunk „Memories of Heidelberg“ (Rowohlt)
-„Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in Heidelberg mal einen richtig schönen Kurzurlaub gönnen. Was macht das wohl mit den Beiden?“
Karosh Taha „Gulistan“ (DuMont)
-„Die Liebe und die Kurden in Husseins Irak. Ein Blick in die Diktatur.“
Lilli Tolkien „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ (Aufbau)
-„Lale wächst in den 80ern in einer Berliner Männer-Kommune auf, in der Partys gefeiert und Revolutionen geplant werden. Sie darf wach bleiben, solange sie will, Süßigkeiten essen und ewig fernsehen. Doch sie sehnt sich nach Geborgenheit und Verlässlichkeit, während ihre eigenen Grenzen immer wieder übertreten werden. Was macht so ein Aufwachsen mit der Betroffenen?“
Dana Vowinkel „Anton und Alma“ (Suhrkamp)
-„Anton und Alma, ihr Gestern und ihr Heute, Trennendes und Verbindendes. Reicht die Liebe oder tut sie das nicht?!“
Vielleicht kommt man hier schneller zu einer Entscheidung. Viel Spaß beim Longlist lesen!
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