Rezension zu „Die unmögliche Rückkehr“ von Amélie Nothomb

Wieder ein Blick zurück. Und dieser Blick kommt von Amélie Nothomb, eine Autorin, die mich mit ihren Büchern, mit ihrem Blick schon zweimal begeisterte. Noch dazu geht es um Japan, ein Land, das mich interessiert. Nicht vollkommen, dazu erscheint mir die japanische Kultur als zu männlich dominiert, als zu männlich ausgerichtet. Von daher ist der Blick einer Frau hier schon interessant. Noch dazu, wenn dieser Blick von einer Amélie Nothomb kommt. Und ja, das Buch hat sich für mich gelohnt.

Japan ist für Amélie Nothomb das Land ihrer Kindheit. Später ging sie nach ihrem Studium noch einmal nach Japan. Seit 12 Jahren war sie jetzt nicht mehr dort gewesen. Doch jetzt gewinnt eine Freundin eine Reise nach Japan und Amélie wird von ihr als Fremdenführerin benötigt. Amélie sieht Japan mit zwiespältigen Gefühlen, einerseits gibt es da diese Liebe aus der Kindheit und auch eine Faszination, andererseits gibt es aber auch einen differenzierten Blick auf dieses Land. Dennoch fährt sie mit ihrer Freundin mit und erkundet Japan für sich aufs Neue.

Dieses Buch hier „Die unmögliche Rückkehr“ beschreibt Amélies Rückkehr, beschreibt Amélies Faszination an diesem doch sehr eindrücklichen Land. Mit Amélies Blick auf ihre Freundin und ihrem Tun, enthält das Buch zwei Seiten/zwei Sichten von zwei sehr unterschiedlichen Frauen. Ergänzt werden diese Sichten noch durch den Blick einer Frau, die nach Japan gezogen ist und dort lebt. Drei westliche Blicke also in unterschiedlichen Perspektiven, von unterschiedlichen Charakteren. Und ein Fazit von Amélie, „Die unmögliche Rückkehr“ eben.

Dieses Buch ermöglicht der Leserschaft einen Blick nach Japan, auf Japan, den man selbst so nicht bekommen würde. Jeder von uns würde mit seiner eigenen Vergangenheit, mit den eigenen Sichten hinreisen. Hier reist man mit der Erfahrung anderer, mit den Augen, mit den Empfindungen anderer. Und das ist interessant. Hat mir früher schon gefallen. In den Blicken aus dem Brockhaus Verlag Leipzig, die mir andere Welten eröffneten. Damals sehr männlich dominiert. Hier schaut eine Frau. Und dazu noch eine Frau wie Amélie Nothomb. Ein Lesetipp. Definitiv. Auch wenn dies ein Reisebericht und kein Roman ist. Ich denke Amélie Nothomb ist immer ein Gewinn. Sie fasziniert mich in ihren Sichten. Lesen!

⭐⭐⭐⭐⭐


Kommentar verfassen